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Libyen: über 150 Migranten bei Überfällen auf Menschenhändler befreit

ABQnews| Libyen / Tripolis | Die libyschen Behörden haben ein geheimes Gefängnis in einer von Menschenhändlern genutzten südöstlichen Stadt durchsucht und schließlich 156 afrikanische Migranten befreit, wie die US-amerikanische Migrationsbehörde am Montag mitteilte. Mehr als 1.300 Migranten in Europa sind in der vergangenen Woche in das von Konflikten betroffene Land zurückgekehrt.

Die Razzia in der Stadt Kufra fand am Sonntag statt, nachdem es einem Migranten letzte Woche gelungen war, zu entkommen und den Behörden zu melden, dass er und andere Migranten dort von Menschenhändlern festgehalten und gefoltert wurden, teilte das Sicherheitsbüro von Kufra mit.

Sicherheitskräfte verhafteten mindestens sechs Menschenhändler und verwiesen sie zur weiteren Untersuchung an die Staatsanwaltschaft. Unter den Befreiten waren 15 Frauen und fünf Kinder, hieß es. Die Migranten aus Somalia, Eritrea und dem Sudan wurden freigelassen und in das Flüchtlingslager gebracht, wo sie Essen, Kleidung und Decken erhielten.

Der Internationalen Organisation für Migration zufolge wurden seit dem 16. Februar mindestens 1.315 Migranten am Mittelmeer abgefangen und kehrten in die westlichen libyschen Städte Tripolis, Zuwara und Sabratha zurück. Mindestens ein Dutzend Leichen wurden gefunden, hieß es. Seit Jahresbeginn seien rund 3.600, darunter rund 270 Frauen und 187 Kinder, in das nordafrikanische Land zurückgekehrt, teilte die IOM mit.

Wie die vorherigen Migranten wurden wurden auch diese Migranten in elende Haftanstalten in und um Tripolis gebracht. Tausende von Migranten wurden bereits in diesen Zentren eingesperrt, hauptsächlich von Milizen, die mit Behörden in Tripolis (international anerkannte Regierung) verbunden sind.

Im Januar kenterte vor der Küste Libyens ein Boot mit europäischen Migranten im Mittelmeer. Mindestens 43 Menschen ertranken. Dies war die erste Seekatastrophe in diesem Jahr, an der Migranten beteiligt waren, die ein besseres Leben in Europa suchten.

Libyen ist zum wichtigsten Transitpunkt für afrikanische und arabische Migranten geworden, die hoffen, Europa zu erreichen. Das nordafrikanische Land geriet nach dem von der NATO unterstützten Aufstand, bei dem der langjährige Herrscher Muhammar Gaddafi 2011 gestürzt und getötet wurde, in einen blutigen Bürgerkrieg.

Menschenhändler haben das Chaos ausgenutzt und oft verzweifelte Familien in schlecht ausgestattete Gummiboote gepackt, die auf der gefährlichen Mittelmeerroute stecken bleiben und untergehen. Tausende sind unterwegs ertrunken. Menschenhändler sind an weitverbreiteten 

Quelle:ABQnews

Libyen: über 150 Migranten bei Überfällen auf Menschenhändler befreit

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