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Metall-Arbeitgeber wollen ergebnisoffene Tarifgespräche

ABQnews| Deutschland / Frankfurt  | Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie haben den Vorschlag der IG Metall zur zügigen Aufnahme von Gesprächen in der anstehenden Tarifrunde angenommen.

Jeder regionale Mitgliedsverband wolle mit der jeweiligen IG-Metall-Bezirksleitung Gespräche führen, teilte Gesamtmetall am Donnerstag mit. Die IG Metall hatte vorgeschlagen, angesichts des wirtschaftlichen Drucks in der größten deutschen Industrie vor allem über Beschäftigungssicherung zu verhandeln. Ein Abschluss sollte bis Ende April angestrebt werden. Die Unternehmen wollen ebenfalls angesichts schwacher Konjunktur und belastendem Strukturwandel den Schwerpunkt auf Jobsicherheit legen. Allerdings hatte die IG Metall einige Bedingungen gestellt, auf die sich die Metallarbeitgeber nicht einlassen.

Von der IG Metall war unmittelbar keine Stellungnahme zu erhalten. Der Gewerkschaftsvorstand hatte bereits für Montag eine Sitzung anberaumt, auf dem über die Tarifforderungen entschieden werden sollte.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hatte die Unternehmen vergangene Woche zu einem “Moratorium für einen fairen Wandel” aufgerufen, demzufolge die Arbeitgeber auf einseitige, nicht mit Betriebsräten verhandelte Maßnahmen zum Stellenabbau verzichten sollen. Sie sollen der Gewerkschaft außerdem das Recht einräumen, auf Betriebsebene Tarifverträge zur Standortsicherung mit detaillierten Regeln zu Investitionen, Produktionszusagen sowie zur Qualifizierung des Personals auszuhandeln.

THEMENVORSCHLÄGE UND DENKANSTÖSSE

Einen rechtlich wirksamen Verzicht auf Sparmaßnahmen könnte der Arbeitgeberverband aus rechtlichen Gründen weder vor noch zum Abschluss der Verhandlungen geben, erklärte Gesamtmetall. Die von der Gewerkschaft genannten Vorgaben werte die Arbeitgeberseite als Themenvorschläge und Denkanstöße. “Wir erwarten, mit der IG Metall ergebnisoffen und ohne Vorbedingungen ins Gespräch zu kommen”, erklärten die Verhandlungsführer der großen regionalen Arbeitgeberverbände Bayerns (vbm) und Baden-Württembergs (Südwestmetall), Angelique Renkhoff-Mücke und Stefan Wolf. Beide kündigten Terminvorschläge für erste Treffen an.

Die IG Metall will für die rund vier Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie auch eine Entgelterhöhung herausholen, bot aber an, ohne eine bezifferte Forderung in Verhandlungen einzusteigen. Die Arbeitgeber erklärten dazu, es sei zu begrüßen, dass die Gewerkschaft auf die üblichen Rituale in den Verhandlungen verzichten wolle. Doch sie dürfe das nicht an überzogene, nicht erfüllbare Erwartungen knüpfen. “Auch wir haben unsererseits Anliegen, über die wir mit der IG Metall nun zeitnah ins Gespräch kommen wollen”, erklärten die Arbeitgeber. Südwestmetall und vbm konkretisierten, sie seien offen für betriebliche Lösungen. Sie forderten ihrerseits ein “Belastungs-Moratorium” mit fünf Jahren Laufzeit – damit ist eine moderatere Lohnentwicklung als zuletzt gemeint sowie mehr Flexibilität für einzelne Unternehmen, nach unten oder oben abzuweichen.

Quelle:Reuters.

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