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Vereinten Nationen – Mehr als 700 Menschen vor Libyen abgefangen

ABQnews| UN / Libyen | Ein UN-Einwanderungsbeamter sagte am Montag, dass mindestens fünf Menschen, darunter eine Frau und ein Kind, ertranken, als ein Boot mit mindestens 45 Migranten in Richtung Europa vor der Küste Libyens kenterte. Das Schiffsunglück war die jüngste Katastrophe im Mittelmeerraum, an der Migranten beteiligt waren, die ein besseres Leben in Europa suchen.

Eine Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Safaa Machhali, sagte, dass Wrack sei am Sonntag aufgefunden worden. Sie sagte, die Fischer hätten 40 Migranten gerettet und an Land gebracht.

Al-Meshali sagte, dass das Boot eines von neun anderen war, die mehr als 700 Migranten beförderten, die am Sonntag vor der Küste des nordafrikanischen Landes von der libyschen Küstenwache abgefangen wurden. Sie sagte, die abgefangenen Migranten seien in überfüllte Haftanstalten gebracht worden, wo die Migrationsbehörde der Vereinten Nationen weitere Bedrohungen für ihr Leben und Verletzungen ihrer Rechte befürchte.

Transite und Versuche, von Libyen das Meer nach Europa zu überqueren, haben in den letzten Wochen stark zugenommen. Schmuggler nutzen die ruhige See und das warme Wetter.

Federico Soda, Leiter der Internationalen Organisation für Migration in Libyen, sagte, er sei “äußerst besorgt” über den plötzlichen Anstieg der Abwanderung von Migranten aus Libyen und den “anhaltenden Verlust von Menschenleben”. “Die Situation kann nicht ignoriert werden, und die Länder müssen ihrer Verantwortung nachkommen und Such- und Rettungsschiffe neu einsetzen”, schrieb er auf Twitter.

Libyen hat sich in den letzten Jahren zu einem dominanten Transitpunkt für Migranten entwickelt, die vor Krieg und Armut in Afrika und im Nahen Osten fliehen. Das ölreiche Land versank im Chaos, unterstützt von der NATO, die 2011 das Regime des verstorbenen libyschen Führers Muammar Gaddafi stürzte.

Anfang dieses Monats ertranken mindestens 11 Migranten nach Europa, als ein Schlauchboot mit 24 Personen vor Libyen kenterte. Es folgte eine weitere Tragödie im April, bei der vermutlich mindestens 130 Migranten bei einer der blutigsten Seetragödien seit Jahren entlang der stark befahrenen Straße ums Leben gekommen waren. Laut einer Bilanz der Internationalen Organisation für Migration wurden in diesem Jahr bislang etwa 7.000 Migranten abgefangen und nach Libyen zurückgebracht.

Schmuggler drängen verzweifelte Familien oft in schlecht ausgestattete Schlauchboote, die auf der gefährlichen Mittelmeerroute stehen bleiben. In den letzten Jahren sind Hunderttausende von Migranten entweder allein oder nach ihrer Rettung auf See nach Europa gekommen. Tausende ertranken auf dem Weg. Andere wurden abgefangen und nach Libyen zurückgebracht, um bewaffneten Gruppen ausgeliefert zu werden, oder nach Angaben von Menschenrechtsgruppen in elenden Haftanstalten ohne ausreichende Nahrung und Wasser inhaftiert.

Quelle: ABQnews/Reuters

Vereinten Nationen – Mehr als 700 Menschen vor Libyen abgefangen

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